Echte-Baukosten-Rechner: Was Ihr Haus am Ende wirklich kostet
Der Katalogpreis lockt, der Endpreis sagt die Wahrheit. Dieser Rechner addiert ehrlich alles auf: von der Bodenplatte über die Baunebenkosten bis zu Küche, Außenanlagen und regionalen Aufschlägen. So sehen Sie sofort, wie groß die Lücke zwischen Prospekt und Realität tatsächlich ausfällt.
Ihre Angaben
6,5 % bezogen auf den GrundstückspreisIn Nordrhein-Westfalen beträgt der Grunderwerbsteuersatz 6,5 %. Grundlage: Landesgesetze der Bundesländer, Stand.
Einzelpositionen (Ihre Angaben)
Bauzeit, Finanzierung & Reserve
Als „Annahme“ gekennzeichnete Richtwerte stammen aus dem Echte-Baukosten-Rechner (Stand). Posten mit „Ihre Angabe“ starten bei 0 € – tragen Sie hier Ihre eigenen Werte ein.
Erwartete Gesamtkosten Schätzung
realistische Spanne 460.933 € – 561.136 €Schätzung: Spanne −8 % / +12 % um den berechneten Wert. Der reale Preis richtet sich nach Grundstück, Baugrund, Ausstattung, Anbieter und Eigenleistung. Datenstand.
Die stärksten Kostentreiber
- 1. Hauspreis (Katalog, Fundament, Regionalzuschlag)372.000 €
- 2. Baunebenkosten55.800 €
- 3. Reserve23.858 €
Nicht berücksichtigt
- • Grundstückspreis (nicht angegeben / 0 €)
- • Notar & Grundbuch (nicht angegeben / 0 €)
- • Maklerprovision (nicht angegeben / 0 €)
- • Erschließung (nicht angegeben / 0 €)
- • Hausanschlüsse (Strom, Wasser, Abwasser) (nicht angegeben / 0 €)
- • Baustelleneinrichtung (Bauwasser, Baustrom) (nicht angegeben / 0 €)
- • Architekt, Vermessung, Statik (nicht angegeben / 0 €)
- • Bodenklasse / Hanglage / Erdarbeiten (nicht angegeben / 0 €)
- • Wärmepumpe (nicht angegeben / 0 €)
- • PV-Anlage & Speicher (nicht angegeben / 0 €)
- • Malerarbeiten (nicht angegeben / 0 €)
- • Bodenbeläge (nicht angegeben / 0 €)
- • Garage / Carport (nicht angegeben / 0 €)
- • Eine mögliche KfW-Förderung (Tilgungszuschuss) verringert den Eigenkapitalbedarf – in dieser Rechnung nicht berücksichtigt.
* Alle Werte sind Schätzungen auf Basis marktüblicher Durchschnittswerte (Stand). Sie ersetzen kein persönliches Angebot. Zu jeder Position finden Sie in den Eingabefeldern eine Annahme/Quelle als Tooltip.
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Warum der Katalogpreis fast nie dem Endpreis gleicht
Kaum eine Zahl beim Hausbau ist so verführerisch – und so irreführend – wie der Katalogpreis eines Fertighauses. Er steht groß im Prospekt, leuchtet auf den Preistafeln der Musterhausparks und wird in Anzeigen als der Preis inszeniert. Doch was dieser Betrag wirklich abdeckt, liest kaum jemand im Kleingedruckten: Gemeint ist in aller Regel das aufgestellte Haus „ab Oberkante Bodenplatte“ in der beworbenen Ausbaustufe. Alles, was aus einem Hauskörper ein bewohnbares Zuhause macht, fehlt darin. Genau an dieser Stelle beginnt für viele Bauherren die böse Überraschung – und genau diese Lücke deckt unser Ehrlichkeits-Rechner auf.
Die erste große Position, die im Katalogpreis fehlt, ist das Fundament. Ob Bodenplatte oder Vollkeller – diese Entscheidung macht schnell einen Unterschied von mehreren zehntausend Euro aus. Erdarbeiten, Bodengutachten, Abdichtung und Frostschürze fallen an, bevor das Haus überhaupt geliefert wird. Ein Keller schafft wertvolle Nutzfläche, kostet aber leicht das Dreifache einer Bodenplatte. Wer hier zu optimistisch kalkuliert, reißt schon vor dem Richtfest ein Loch ins Budget.
Der zweite große Brocken sind die Baunebenkosten. Rund 15 Prozent der reinen Bausumme sollten Sie dafür ansetzen, im ungünstigen Fall bis zu 20 Prozent. Dazu zählen Baugenehmigung und Prüfstatik, Vermessung und Bodengutachten, die Erschließung und die Hausanschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser und Telekommunikation, außerdem Bauwasser, Baustrom, Bauversicherungen und die Bauabnahme. Diese Posten wirken wie bloße Formalitäten, summieren sich aber zu fünfstelligen Beträgen. Eine ausführliche Aufstellung finden Sie in unserem Ratgeber zu den Baunebenkosten.
Ausbauhaus, Küche und Garten: die versteckten Budgetfresser
Wer sich für ein Ausbauhaus entscheidet, senkt den Katalogpreis bewusst – und übernimmt im Gegenzug einen Teil des Innenausbaus selbst. Das ist ein legitimer und oft kluger Weg zum Sparen. Doch „Ausbauhaus“ heißt eben nicht „bezugsfertig“: Malerarbeiten, Bodenbeläge, teils Innentüren und die sanitäre Feinmontage stehen noch aus. Selbst wer viel in Eigenleistung übernimmt, zahlt Material und Werkzeug und investiert erhebliche Zeit. Für diese Gewerke setzt unser Rechner beim Ausbauhaus daher einen realistischen Zusatzposten an – gerade hier unterschätzen Bauherren ihr Budget besonders häufig.
Zwei weitere Posten fehlen im Prospekt nahezu immer, sind aber unverzichtbar: die Küche und die Außenanlagen. Eine Einbauküche in solider Qualität schlägt schnell mit 15.000 bis 20.000 Euro zu Buche, nach oben bleibt die Grenze offen. Auch die Außenanlagen – Zufahrt, Terrasse, Zaun, Carport-Vorbereitung und Bepflanzung – kosten einen fünfstelligen Betrag. Wer diese Positionen bei der Planung übergeht, steht am Ende vor einem fertigen Haus, jedoch mit aufgebrauchtem Budget und unfertigem Grundstück.
Region und Grundstück: die wichtigsten Stellschrauben
Zu guter Letzt bestimmt die Region die Höhe der Handwerkerlöhne und damit den Endpreis. Im Süden Deutschlands, vor allem rund um München und Stuttgart, liegen die Baukosten deutlich über dem Bundesschnitt, während in weiten Teilen Ostdeutschlands günstiger gebaut wird. Diesen Effekt bildet unser Rechner über einen regionalen Auf- oder Abschlag ab. Und nicht zu vergessen: Fehlt Ihnen noch ein Baugrundstück, kommt dieser – je nach Lage – größte Einzelposten samt Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch hinzu. Wer all diese Faktoren ehrlich zusammenrechnet, geht mit einem belastbaren Budget ins Bankgespräch. Eine vollständige Gesamtkalkulation samt Reserve liefert Ihnen ergänzend unser Fertighaus-Kostenrechner. Die offiziellen Baupreisindizes stellt das Statistische Bundesamt bereit.
Häufige Fragen zum Ehrlichkeits-Rechner
Die zentralen Antworten zum Unterschied zwischen Katalogpreis und realem Endpreis eines Fertighauses.
