Förder-Finder: passende Bauförderung ermitteln
Beim Neubau lassen sich Zehntausende Euro über zinsgünstige Kredite und Zuschüsse einsparen – aber nur, wer die passenden Programme kennt. Beantworten Sie fünf kurze Fragen und erkennen Sie unmittelbar, welche KfW-, BAFA- und Landesförderungen zu Ihnen passen.
Ihre Eingaben
Alle Beträge sind kuratierte Orientierungswerte mit Stand und stellen keine Förderberatung dar. Da sich Programmrichtlinien und Einkommensgrenzen ändern können, klären Sie die Konditionen vor der Antragstellung bei KfW, BAFA und Ihrer Landesförderbank.
Ihr voraussichtliches Förderpotenzial*
Summe der zinsverbilligten Kreditrahmen aus den unten passenden KfW-Programmen – zzgl. BAFA-Zuschüssen und Landesförderung, die den Rahmen zusätzlich anheben können.
Förderung des Bundes (KfW & BAFA)
KfW 297/298 – Klimafreundlicher Neubau (KFN)
Vergünstigtes Darlehen für den klimafreundlichen Neubau im Effizienzhaus-40-Standard.
bis 100.000 € Kredit / Wohneinheit
KfW 300 – Wohneigentum für Familien (WEF)
Zinsgünstiger Kredit für Familien mit Kindern. Ihre Einkommensspanne bewegt sich innerhalb der Grenze von 90.000 € (90.000 € + 10.000 € je weiterem Kind).
bis 190.000 € Kredit / Wohneinheit
BAFA – Zuschüsse für Effizienz & Technik
Ergänzende Zuschüsse in erster Linie für Einzelmaßnahmen und spätere Modernisierungen – beim Neubau als ergänzenden Baustein berücksichtigen.
anteilige Förderung (Betrag nicht angegeben)
Da sich Förderbedingungen ändern können, ist allein die offizielle Programmseite maßgeblich. Nächste Schritte: den Antrag vor Vorhabensbeginn stellen und rechtzeitig Ihre Finanzierungspartner sowie einen Energieeffizienz-Experten einbeziehen.
Förderprogramme des Landes Bayern
BayernLabo Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm
Darlehen der BayernLabo zu vergünstigten Zinsen für Familien und Erstkäufer.
bis 150.000 € Kredit
Bayerisches Baukindergeld Plus
Zusätzlicher Landeszuschuss zu den Bundesprogrammen, gedacht für Familien mit Kindern (bis 3.000 € je Kind).
bis 3.000 € Zuschuss
Die Landesprogramme sind kuratierte Beispiele. Bezeichnung, Konditionen und Verfügbarkeit können abweichen – da sich Förderbedingungen ändern können, ist die offizielle Programmseite maßgeblich. Nächste Schritte: den Antrag vor Vorhabensbeginn stellen und rechtzeitig Ihre Finanzierungspartner sowie einen Energieeffizienz-Experten einbeziehen.
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Neubauförderung: wer worauf Anspruch hat
Die Förderlandschaft für den Hausbau hat sich in den zurückliegenden Jahren grundlegend gewandelt. Wo früher pauschale Zuschüsse lockten, rücken vor allem zinsverbilligte Kredite in den Vordergrund – und die sind an klare energetische Bedingungen gebunden. Das Herzstück der Bundesförderung bilden die KfW-Programme „Klimafreundlicher Neubau“ (297/298). Sie honorieren Bauherren, die mindestens den Effizienzhaus-40-Standard erreichen, mit besonders günstigen Konditionen. Der Effizienzhaus-55-Standard, lange die geförderte Einstiegsklasse, gilt heute zwar als solider Neubaustandard, wird über die KFN-Programme jedoch in der Regel nicht mehr gefördert. Wer die Förderung voll nutzen will, plant deshalb von Anfang an mit Wärmepumpe, sehr guter Dämmung und – für den größten Kreditrahmen – mit dem Nachhaltigkeitssiegel QNG.
Für Familien lohnt ein Blick auf den Kredit „Wohneigentum für Familien“ (KfW 300). Er richtet sich an Haushalte mit wenigstens einem minderjährigen Kind und ist an eine Einkommensgrenze gebunden: 90.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen bei einem Kind, zuzüglich jeweils 10.000 Euro pro weiterem Kind. Wichtig ist, dass hier das zu versteuernde Einkommen maßgeblich ist und nicht das Brutto – daher schätzen viele Familien ihren Anspruch zu niedrig ein. Gemeinsam mit den KFN-Programmen ergibt sich für förderfähige Familien ein deutlicher zinsgünstiger Finanzierungsbaustein, der die monatliche Belastung über die komplette Laufzeit spürbar senkt. Wer barrierearm baut, kann obendrein den KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ nutzen und so schwellenlose Zugänge, breitere Türen oder bodengleiche Duschbäder mitfinanzieren.
Bund und Land clever miteinander verknüpfen
Die wahre Stärke der Förderung entfaltet sich beim geschickten Kombinieren der Programme. Neben der Bundesförderung über KfW und BAFA unterhalten sämtliche Bundesländer eigene Förderbanken mit teils großzügigen Zusatzprogrammen – von der BayernLabo über die NRW.BANK und die L-Bank in Baden-Württemberg bis zur IFB Hamburg. Solche Landesdarlehen lassen sich vielfach mit den KfW-Krediten koppeln und sprechen oft gezielt Familien mit Kindern oder Ersterwerber an. Damit das Zusammenspiel klappt, zählt die richtige Reihenfolge: Fast alle Programme verlangen, dass der Antrag vor dem Start des Vorhabens gestellt wird. Wer erst den Bauvertrag unterzeichnet und danach an die Förderung denkt, büßt wertvolle Ansprüche ein. Binden Sie deshalb frühzeitig einen Energie-Effizienz-Experten und Ihre Finanzierungsberatung ein.
Ein zusätzlicher Baustein ist das BAFA. Nachdem die Neubauförderung überwiegend zur KfW gewandert ist, spielt das BAFA seine Stärken vor allem bei Einzelmaßnahmen und in der Modernisierung aus – etwa beim späteren Heizungstausch oder bei ergänzender Anlagentechnik. Für Bauherren, die ein Bestandsgebäude erwerben und sanieren, statt neu zu bauen, ist das BAFA sogar der zentrale Fördergeber. Werfen Sie daher immer einen Blick auf beide Töpfe und lassen Sie sich von der vermeintlichen Vielfalt nicht abschrecken: Mit einer klaren Ordnung – zunächst der Effizienzstandard, dann die KfW-Bundesprogramme, anschließend Landesförderung und BAFA – wird aus dem Förderdschungel ein übersichtlicher Plan.
Wie sich die Förderung praktisch in Ihre Finanzierung einbetten lässt, welche Rolle Eigenkapital, Tilgung und Zinsbindung dabei spielen und wie Sie den zinsgünstigen KfW-Baustein optimal nutzen, lesen Sie im Ratgeber Baufinanzierung. Alle Details zu den einzelnen KfW-Programmen, Kreditsummen und energetischen Anforderungen finden Sie in unserer Übersicht zur KfW-Förderung. Die jeweils gültigen Programmrichtlinien geben die KfW-Förderbank und das BAFA heraus. Wollen Sie erst herausfinden, wie viel Haus Ihr Budget überhaupt hergibt, hilft Ihnen der Kostenrechner weiter.
Förder-Finder, KfW-Förderung und Landesprogramme – die meistgestellten Fragen
Welche Neubauförderung gibt es?
Kern sind die zinsverbilligten KfW-Kredite: 297/298 für den klimafreundlichen Neubau ab Effizienzhaus-40-Standard, KfW 300 für Familien mit Kindern innerhalb der Einkommensgrenze und KfW 159 für barrierearmes Bauen. Dazu kommen ergänzend BAFA-Zuschüsse sowie Programme der Landesförderbanken.
Wie hoch fällt die KfW-Förderung für Familien aus?
Über den Kredit „Wohneigentum für Familien“ (KfW 300) erhalten Familien mit wenigstens einem Kind einen zinsgünstigen Kreditrahmen, der mit dem Effizienzstandard und der QNG-Zertifizierung wächst. Bedingung ist ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von höchstens 90.000 € plus 10.000 € je weiterem Kind.
Wo liegt der Unterschied zwischen KfW und BAFA?
Die KfW stellt vor allem zinsverbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse bereit und ist beim Neubau der zentrale Fördergeber. Das BAFA fördert vorwiegend Einzelmaßnahmen und Modernisierungen im Bestand mit direkten Zuschüssen. Für Bauherren zahlt sich der Blick auf beide Institutionen aus.
Kann man Bundes- und Landesförderung gemeinsam nutzen?
Oft ja: KfW-Kredite lassen sich vielfach mit Landesdarlehen und BAFA-Zuschüssen kombinieren, sofern die Gesamtförderung die Kosten nicht übersteigt und die Programmbedingungen gewahrt bleiben. Wichtig ist, dass sämtliche Anträge vor Vorhabenbeginn gestellt werden.
Häufige Fragen zum Förder-Finder
Antworten auf die zentralen Fragen zu KfW-Programmen, Einkommensgrenzen, BAFA-Zuschüssen und Landesförderung beim Hausbau.
