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Was kostet ein Fertighaus in Österreich? Preisüberblick

Österreich hat einen mittelgroßen, qualitativ starken Fertighaus-Markt mit ausgeprägter Holzbau-Tradition – 2025 entstanden rund 35 Prozent aller neuen Einfamilienhäuser in Holzfertigbauweise. Das Preisniveau liegt etwa 8–12 Prozent über dem deutschen Durchschnitt, dafür regeln die OIB-Richtlinien Energiestandards und handwerkliche Ausführung streng. Die Wohnbauförderung gehört zu den tragenden Säulen der Eigenheim-Finanzierung, wobei die Konditionen von Bundesland zu Bundesland stark variieren.

Zeitgemäßes Holz-Fertighaus mit Satteldach vor österreichischer Alpenlandschaft – Fertighaus Österreich
KI-generierte Visualisierung: Fertighaus bauen in Österreich

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Welche Fertighaus-Art entspricht Ihrem Wunsch am ehesten?

Bungalow

60–100 m²

ab 142.000 €

Holzhaus

80–120 m²

ab 172.000 €

Einfamilienhaus

100–140 m²

ab 218.000 €

* Einstiegspreis ab: kleinste Größe der jeweiligen Klasse, gerechnet als Ausbauhaus ohne Grundstück, Baunebenkosten und Außenanlagen. Der schlüsselfertige Komplettpreis fällt höher aus – sämtliche Details finden Sie auf fertighaus-experte.de.

Hersteller im Markt aktiv38
Ø Preis pro Quadratmeter ()3.150 €/m²
FörderinstitutWohnbauförderungsstellen der 9 Bundesländer + Bundesförderungen
Kurzantwort

Mit welchen Fertighaus-Kosten müssen Sie in Österreich rechnen?

Ein schlüsselfertiges Fertighaus kostet in Österreich im Schnitt 3.150 Euro je Quadratmeter Wohnfläche einschließlich 20 Prozent Umsatzsteuer. Die Grundstückspreise reichen von 50 €/m² im Burgenland bis über 1.500 €/m² in Innsbruck und Salzburg-Stadt. Rechtsgrundlage sind die neun Landesbauordnungen (Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Burgenland), bundesweit vereinheitlicht durch die OIB-Richtlinien. Gefördert wird über die Wohnbauförderung der Länder sowie über Klimabonus und Sanierungsbonus von Bund und Land.

Quelle: Preisanalyse von fertighaus-experte.de 04/2026, Länderdaten aus Recherche bei Herstellern und Förderbanken.

Wo in Österreich besonders viele Fertighäuser entstehen

Marktdaten und Baulandpreise der wichtigsten Städte und Teilregionen – Stand:

Stadt / RegionEinwohnerGrundstückspreisNotiz
Wien-Umland (NÖ Speckgürtel)650.000350–700 €/m²Mödling, Baden und Klosterneuburg – bei Wien-Pendlern besonders begehrt.
Linz / Oberösterreich-Zentralraum470.000180–550 €/m²Achse Linz-Wels-Steyr – traditionelle Fertighausregion mit großer Anbieterauswahl.
Graz / Steiermark300.000200–800 €/m²Lebhafte Nachfrage im Grazer Umland; die ländliche Steiermark ist klar günstiger.
Salzburg-Stadt + Land560.000400–1.500 €/m²Sehr hohes Preisniveau, bestimmt von Tourismus und restriktiver Raumordnung.
Innsbruck / Inntal130.000600–1.500 €/m²Tiroler Bauland ist knapp – viele Bauherren weichen ins Unterland nach Wörgl und Kufstein aus.
Vorarlberg Rheintal270.000350–950 €/m²Europas höchste Holzbau-Quote und zahlreiche regionale Premiumhersteller.
Klagenfurt / Kärnten100.000150–600 €/m²Günstige Preise bei verhaltener Nachfrage – beliebt bei Frühpensionisten.
Burgenland (Wien-Pendler)295.00050–250 €/m²Österreichs preiswertestes Bauland an der Pendlerstrecke S31/A3 nach Wien.

Bauvorschriften in Österreich: Das gilt für Bauherren

Bauordnungen der Bundesländer + OIB-Richtlinien

Rechtsgrundlage: 9 Landesbauordnungen + OIB-Richtlinien 1–6 (Ausgabe 2023)

Eine bundesweite Bauordnung gibt es in Österreich nicht – jedes der neun Bundesländer regelt das Baurecht selbst (etwa Wiener Bauordnung BO, NÖ Bauordnung 2014, OÖ Bauordnung 1994, Tiroler Bauordnung 2022, Vorarlberger Baugesetz, Steiermärkisches Baugesetz). Die zentralen Anforderungen zu Statik, Brandschutz, Hygiene, Schallschutz, Energie und Nutzungssicherheit vereinheitlichen die OIB-Richtlinien des Österreichischen Instituts für Bautechnik. Die Baubewilligung erteilt die Standortgemeinde.

Worauf Bauherren besonders achten sollten

  • OIB-Richtlinie 6 (Energieeinsparung): Niedrigstenergiegebäude ist seit 2021 Standard für alle Neubauten
  • Energieausweis nach Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG 2012) verpflichtend
  • Mindestabstandsflächen: meist 3 m zur Grundgrenze, in Wien 6 m (BO § 79)
  • Bauanzeigeverfahren in mehreren Ländern für Einfamilienhäuser bis 150 m² möglich
  • Photovoltaik-Pflicht für Neubauten in OÖ und NÖ ab 2026

Offizielle Quellen: OIB-Richtlinien (Österreichisches Institut für Bautechnik), Statistik Austria

Wohnbauförderung Österreich + Klimabonus + Sanierungsbonus

Als Ländersache fällt die Wohnbauförderung höchst unterschiedlich aus. In Niederösterreich etwa gibt es einen Annuitätenzuschuss auf bis zu 75.000 € Darlehensvolumen plus einen Familienzuschlag von bis zu 14.000 € je Kind. Oberösterreich gewährt ein Förderdarlehen bis 50.000 € und zusätzlich 12.000 € Bonus für ein Holzfertighaus im OÖ-Wohnbau-Plus-Standard. Die Bundesförderungen Klimabonus und Sanierungsbonus lassen sich damit verbinden.

Wohnbauförderung (Land)
Zinsbegünstigtes Landesdarlehen oder einmaliger Zuschuss; Konditionen je Bundesland sehr unterschiedlich (z. B. NÖ bis 75.000 € Darlehen, OÖ bis 50.000 € Darlehen + Zuschuss)
Klimabonus
Pauschaler CO₂-Steuer-Rückfluss von ca. 290 € pro Person/Jahr (regionalabhängig)
Sanierungsbonus / Raus aus Öl und Gas
Bis 16.500 € für Heizungstausch in Bestandsgebäuden, im Neubau für Wärmepumpe + PV bis 7.500 €
Eigenheim-Sonderförderung
In OÖ, NÖ und Salzburg zusätzliche Eigentumsbonus-Programme für junge Familien

Förderinstitut: Wohnbauförderungsstellen der 9 Bundesländer + Bundesförderungen

Was Bauland in Österreich kostet

50 € – 1.500 € pro m² Bauland

Im Burgenland und im niederösterreichischen Waldviertel sind Grundstücke ab 50–150 €/m² zu haben. Im Wiener Umland um Mödling, Klosterneuburg und Baden sind es 350–700 €/m². Salzburg-Stadt, Innsbruck und das Inntal bewegen sich meist bei 800–1.500 €/m². In Tourismushotspots wie Kitzbühel, Seefeld und Zell am See starten Premiumlagen bei 1.500 €/m².

Schnee- und Windlasten am Standort

Schneelastzone
Zone 1 bis 5 (Ostösterreich Zone 1–2, Alpenraum Zone 3–5)
Windzone
Niedrig (Großteil) bis Hoch (Föhntäler, Donau-Niederung)

In den Gebirgsregionen Tirols, des Salzburger Landes, Vorarlbergs und des steirischen Berglands sind Fertighäuser gemäß ÖNORM EN 1991-1-3 auf Schneelasten von mehr als 5 kN/m² auszulegen. Die verstärkte Dachkonstruktion verursacht dabei rund 8.000–18.000 € Mehrkosten. In föhngeprägten Lagen wie Innsbruck und Salzburg ist zusätzlich eine höhere Windlast-Bemessung ratsam.

Lawinen, Murgang und Hochwasser

In Österreich sind die Gefahrenzonenpläne (HWGZ) der WLV (Wildbach- und Lawinenverbauung) für jedes Grundstück online abrufbar. Hochwassergefahr besteht vor allem entlang von Donau (NÖ, OÖ), Drau (Kärnten), Mur (Steiermark), Inn (Tirol) und Salzach (Salzburg). In den Seitentälern von Tirol und Vorarlberg kommen Murgang- und Lawinengefahren dazu. Bausparkasse oder Bank fordern für eine Förderung meist eine HORA-Risikoabfrage (hochwasserrisiko.at).

Musterhäuser zum Besichtigen rund um Österreich

Blaue Lagune Wien

Vösendorf bei Wien

Die landesweit umfangreichste Ausstellung mit mehr als 70 betretbaren Objekten sämtlicher führender Marken, darunter Hartl, Vario, Elk und Genböck.

Musterhauspark Haid

Ansfelden / Linz

Mehr als 30 begehbare Häuser aus Oberösterreich und dem süddeutschen Raum – bestens geeignet für Interessenten im Gebiet Linz-Wels.

Musterhauspark Eugendorf

Eugendorf bei Salzburg

Gezielt für alpentaugliche Bauweisen mit gesteigerter Schnee- und Windbelastung konzipiert.

Diese Hersteller bauen in Österreich – mit Preisen

Nachweislich aktiv in Österreich:

  • Hartl Haus (Echsenbach, NÖ)
  • Vario-Haus (Haag, NÖ)
  • Elk Fertighaus (Schrems, NÖ)
  • Genböck Haus (Helpfau-Uttendorf, OÖ)
  • Wolf Haus (Scharnstein, OÖ)
  • Griffner Haus (Griffen, Kärnten)
  • Lieb Massivhaus (St. Marein bei Graz, Stmk.)

Hinweis: fertighaus-experte.de deckt schwerpunktmäßig den deutschen Markt mit 86 Herstellern im Detailvergleich ab. Für jedes Zielland bieten wir hier einen ausgewählten Marktüberblick bekannter Hersteller, die in Österreich Projekte realisieren.

Lohnt sich ein Keller beim Fertighaus in Österreich?

Etwa 40 Prozent aller Fertighäuser in Österreich bekommen einen Vollkeller – im Westen (Tirol, Vorarlberg, Salzburg) deutlich häufiger als im Osten (Wien, Burgenland). An Hanglagen ist der Hangkeller statisch wie wirtschaftlich meist die günstigste Lösung. Ein Standardkeller (60–80 m²) kostet in AT zwischen 38.000 und 65.000 € inkl. USt. Im alpinen Raum ist eine Frostschürze bis mindestens 1,2 m Tiefe Pflicht.

Fertighaus in Österreich: Antworten auf häufige Fragen

Was kostet ein Fertighaus in Österreich?

Schlüsselfertig sind es in Österreich im Schnitt 3.150 Euro je Quadratmeter Wohnfläche einschließlich 20 Prozent Umsatzsteuer. Für ein 140-m²-Einfamilienhaus ergibt das einen reinen Hauspreis von rund 441.000 Euro. Grundstück, Erschließung, Außenanlagen und Nebenkosten kommen obendrauf.

Welche Wohnbauförderung gibt es in Österreich?

Die Wohnbauförderung liegt bei den Ländern – jedes der neun Bundesländer betreibt eigene Programme. Niederösterreich gewährt etwa einen Annuitätenzuschuss auf ein Darlehensvolumen von bis zu 75.000 € nebst Familienbonus, Oberösterreich ein Förderdarlehen bis 50.000 € samt 12.000 € Bonus für Holzbau. Auf Bundesebene ergänzen Klimabonus und Sanierungsbonus das Angebot.

Welche Bauordnung gilt für mein Fertighaus in Österreich?

Ausschlaggebend ist die Bauordnung Ihres Bundeslandes (etwa Wiener BO, NÖ Bauordnung 2014, Tiroler Bauordnung 2022). Die wichtigsten technischen Anforderungen – Statik, Brandschutz, Energie und mehr – vereinheitlichen die OIB-Richtlinien 1–6. Die Baubewilligung erteilt stets die Standortgemeinde.

Was ist eine OIB-Richtlinie?

OIB-Richtlinien sind technische Bauvorschriften des Österreichischen Instituts für Bautechnik. Weil alle neun Bundesländer sie in ihre Bauordnungen übernehmen, sichern sie bundesweit eine einheitliche Mindestqualität bei Statik, Brandschutz, Hygiene, Schallschutz, Energie und Nutzungssicherheit. Aktuell gilt die Fassung OIB-Richtlinien 2023.

Brauche ich in Tirol oder Vorarlberg eine besondere Statik?

Ja. In alpinen Lagen sind nach ÖNORM EN 1991-1-3 Schneelasten von über 5 kN/m² einzuplanen. Standardhäuser deutscher oder norddeutscher Hersteller müssen daher verstärkt werden – der Aufpreis liegt bei 8.000 bis 18.000 €. Seriöse Anbieter weisen das ausdrücklich in der Bauleistungsbeschreibung aus.

Hausbau in Österreich: Fertighaus-Preise und OIB-Vorgaben

Bauvorgaben nach OIB in der Steiermark

Die OIB-Richtlinien der Steiermark regeln bautechnische Anforderungen an Neubauten und wirken sich damit auf den Preis aus. Erklären Sie, warum diese Vorgaben bereits in die Fertighaus-Preisplanung einfließen sollten.

Günstig zum Fertighaus in Österreich

Wie preiswert ein Fertighaus in Österreich wird, hängt von Anbieter, Ausbaustufe, Grundstück, Bundesland, Ausstattung sowie Eigenleistung ab. Ausschlaggebend bleibt ein realistischer Abgleich der Gesamtpreise.

Baulandpreise in Salzburg im Blick

In Salzburg treiben die Grundstückspreise den Gesamtpreis eines Fertighauses spürbar nach oben. Verdeutlichen Sie, weshalb Hauspreis und Grundstückspreis getrennt zu kalkulieren sind.

Womit ein Fertighaus in Österreich zu Buche schlägt

Je nach Bundesland, Anbieter, Ausbaustufe, Wohnfläche und Bauvorgaben fallen die Fertighaus-Preise in Österreich unterschiedlich aus. Erläutern Sie die üblichen Kostentreiber.

Ein Haus in Österreich errichten

Wer in Österreich baut, sollte regionale Bauvorgaben, Grundstückspreise, die Anbieterwahl, verfügbare Fördermittel sowie den Gesamtpreis rechtzeitig prüfen.

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