Zum Inhalt springen
fertighaus-experte.de – Expertenwissen, auf das Sie bauen können.
Ihr digitaler Fertighaus-Experte

Wobei dürfen wir Sie unterstützen?

StartseiteRatgeberLänder

Holzhaus Österreich: Preise pro m², Baulandkosten und Bauweisen

Österreich führt den europäischen Holzbau an: Mehr als 40 % aller neuen Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen aus Holz. Diese Übersicht listet die Preise je Bauweise pro Quadratmeter, die durchschnittlichen Grundstückspreise von Burgenland bis Vorarlberg und die Förderungen je Bundesland – ergänzt um Hinweise zu den amtlichen Geo-Portalen für parzellenscharfe Bodenrichtwerte.

Stand: 16. Mai 2026
Lesezeit: 10 Min

Kaum irgendwo wird so viel mit Holz gebaut wie in Österreich: entstehen dort deutlich mehr als 40 % aller neuen Ein- und Zweifamilien­häuser in Holz­bauweise – mit weiter steigender Tendenz. Für die Preisplanung ist das aufschlussreich, denn der rege Wettbewerb unter den österreichischen Fertighaus Anbietern, die Vorarlberger Holz­bau­tradition und regionale Förder­programme halten die Hauspreise auf einem vergleichsweise attraktiven Niveau. Als Fertighaus Experte bündelt diese Übersicht Quadratmeterpreise, Bauweisen, Liefer­gebiete und die wichtigsten Grundstücks­preise je Bundesland.

Ø 3.150 €/m²
Schlüsselfertig in Österreich
Holz­fertighaus,
40 %+
Holz­bau-Anteil im Neubau AT
ProHolz Austria, 2025
9
Bundesländer mit eigener Bauordnung
Burgenland bis Vorarlberg

Warum der Holz­bau in Österreich beim Preis punktet

Kurzantwort: Holz ist in Österreich keine Modeerscheinung, sondern ein etablierter Wirtschaftszweig – und das hält die Preise niedrig. Mit knapp 4 Mio. Hektar Wald (rund 48 % der Landes­fläche) verfügt das Land über eine eigene Roh­stoff­basis mit kurzen Wegen. In Vorarlberg, Tirol und der Steier­mark reicht die Tradition des Holz­baus weit zurück, und er zählt in nahezu jeder Landesbau­ordnung als gleichwertig zum Massivbau – teure Sonderauflagen entfallen dadurch weitgehend.

Die österreichische Holz­bau-Branche arbeitet eng mit der Forschung zusammen (Holz­forschung Austria, TU Graz, FH Salzburg-Kuchl) und ist über ProHolz Austria vernetzt. Diese Nähe zur Entwicklung schlägt sich auch auf den Preis nieder: Innovationen wie Brett­sperr­holz (CLT) oder Holz-Hybrid-Konstruktionen kommen im österreichischen Wohnbau früher und in größerer Serie zum Einsatz als in Deutschland – das drückt die Stück­kosten. Innovationen wie Brett­sperr­holz (CLT) prägen den österreichischen Wohnbau besonders früh.

Holz­tafel-, Holz­rahmen- und Massiv­holzbau: der Preisvergleich

Kurzantwort: Drei Bauweisen bestimmen den österreichischen Holz­fertighaus-Markt und unterscheiden sich im Preis deutlich: der Holz­tafel­bau (höchster Vorfertigungs­grad, günstigster Einstieg), der Holz­rahmen­bau (klassische Riegel­konstruktion) und Massiv­holz aus Brett­sperr­holz (CLT, hochwertig und am teuersten). Welche Variante zum Budget passt, hängt von Energie­ziel, Kostenrahmen und gewünschter Bauzeit ab.

Die Holz-Bauweisen österreichischer Fertighäuser im Preisvergleich, Stand 05/2026.

BauweisePreis ab (schlüsselfertig)Vorfertigungs­gradStärke
Holz­tafel­bauab 2.850 €/m²85 – 95 %Günstiger Einstieg, schnelle Bauzeit
Holz­rahmen­bauab 2.950 €/m²70 – 85 %Flexibel im Grundriss, breite Anbieter­basis
Massiv­holz (CLT)ab 3.650 €/m²60 – 80 %Höherer Preis, sicht­bares Holz, top Raumklima
Block­bohlen­hausab 2.450 €/m²40 – 60 %Günstig durch hohe Eigenleistung, alpin

Eine detaillierte Gegenüber­stellung der Holz-Bauweisen samt Dämm­werten, Lebens­dauer und Preis-Leistungs-Bewertung bietet der Ratgeber Holz­rahmen­bau vs. Massiv­holz. Wer die Preise mit dem deutschen Markt vergleichen möchte, findet den Überblick unter Fertighaus-Preise.

Österreichs Holz­fertighaus-Anbieter und ihre Preisniveaus

Kurzantwort: Auf dem österreichischen Markt sind rund 25 Marken mit überregionaler Liefer­reichweite und stark abweichendem Preisniveau aktiv. Bei den Stück­zahlen liegen Hartl Haus (Niederösterreich), VARIO-Haus (steirisch-burgenländisch) und ELK (Niederösterreich/Konzern­verbund) vorn. Ergänzt wird das Feld von Wolf Haus (Südtirol/Tirol), Griffner Haus (Kärnten) und Lieb Massivhaus (Steier­mark) im gehobenen Preissegment.

  • Hartl Haus (NÖ) — Holz­tafel­bau, eigenes Werk in Echsenbach, breites Modell- und Preisspektrum.
  • VARIO-Haus (Stmk/Bgld) — schlüsselfertig zum Festpreis, preiswerter DACH-Vertrieb.
  • ELK Fertighaus (NÖ) — Konzern­verbund mit großer Preis­spanne vom Einsteiger- bis zum Premium­modell.
  • Wolf Haus (T/Südtirol) — Premium-Holz­bau im oberen Preissegment.
  • Griffner Haus (K) — design­orientiert, hoher Architekten­anteil und entsprechend höhere Preise.
  • Genböck Haus (OÖ) — Familien­betrieb mit individueller Planung und fairem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Weissenseer (K) — Plus­energie- und Aktiv­häuser, Spezialist für niedrige Betriebskosten.
  • Sonnleitner (OÖ) — mehr als 30 Jahre Erfahrung, Massiv­holz und Holz­tafel­bau.

Die vollständige Liste mit Preisen, Bauweisen und Bewertungen finden Sie auf unserer Länder­seite Österreich oder im Anbieter-Detail­vergleich. Deutsche Anbieter, die auch nach Österreich liefern, sind unter anderem Wolf Haus, VARIO-Haus, Schwörer Haus, WeberHaus und Bien-Zenker. Einen Preis- und Leistungsvergleich aller DACH-Marken finden Sie im Top-10-Hersteller-Vergleich.

Die Kosten: Preise für schlüsselfertige Holzhäuser in Österreich

Kurzantwort: Ein schlüssel­fertiges Holz­fertighaus mit 140 m² Wohnfläche kostet in Österreich im Mittel 425.000 – 510.000 € – ohne Grundstück und ohne Keller. Hinzu kommen Bau­neben­kosten von rund 12 – 18 % sowie regional stark schwankende Grundstücks­preise, die den Gesamtpreis am deutlichsten beeinflussen.

Schlüsselfertige Richtwerte für Österreich — Holz­tafel-/Holz­rahmen­bau, ohne Grundstück und Keller.

WohnflächeStandardKomfortPremium
100 m²295.000 €335.000 €395.000 €
120 m²345.000 €395.000 €475.000 €
140 m²395.000 €455.000 €545.000 €
160 m²445.000 €515.000 €615.000 €

Günstiger dank Förderung: Wohn­bau­förderung und Landes­zuschüsse

Holz­häuser bringen in fast allen Bundes­ländern über einen Holz­bau-Bonus in der Wohn­bau­förderung eine echte Ersparnis – etwa in Vorarlberg (bis 3.000 € zusätzlich), Tirol (Holz­bau­zuschlag in der Punkte­wertung) oder Salzburg. Bundes­weit senkt zudem die ÖKB-Wohn­bau­förderung für energie­effiziente Neubauten die Finanzierungskosten. Da sich die Konditionen jährlich ändern, lohnt sich vor der Kalkulation ein Blick auf die jeweilige Landes­förderungs­seite.

Grundstücks­preise in Österreich — nach Bundes­ländern aufgeschlüsselt

Kurzantwort: Belastbare Grundstücks­preise für Österreich liefern die Statistik Austria im Immobilien­preis­spiegel und die jährlichen Markt­berichte der WKO-Fachgruppen der Immobilien- und Vermögens­treuhänder. Die folgende Übersicht zeigt die mittleren Bauland­preise je Bundesland – als Orientierung für Ihre Kosten­kalkulation.

Mittlere Bauland­preise in Wohngebieten je Bundesland, € pro m². Quelle: WKO/Statistik Austria, Stand Frühjahr 2026 (Richtwerte, örtlich stark schwankend).

BundeslandMedian € / m² BaulandSpannweite
Wien (Stadtgebiet)850 – 1.450 €extrem stark schwankend, kaum klassisches EFH-Bauland
Niederösterreich180 €60 – 480 €
Burgenland115 €45 – 280 €
Oberösterreich220 €85 – 520 €
Salzburg385 €180 – 950 €
Tirol440 €210 – 1.150 €
Vorarlberg520 €280 – 1.250 €
Steier­mark165 €60 – 420 €
Kärnten145 €55 – 380 €

Eine interaktive Preis­karte für österreichische Grundstücke bieten der Immobilien­preis­spiegel der WKO sowie die Landesserver (tiris in Tirol, SAGIS in Salzburg, VoGIS in Vorarlberg). Diese Geo­dienste sind kostenfrei und liefern parzellen­scharfe Boden­richt­werte – die verlässlichste Grundlage, um den fairen Grundstückspreis zu ermitteln.

Vorsicht bei ungeprüften Preis­karten aus dem Internet

Im Internet kursieren viele „Grundstücks­preis-Karten Österreich“ ohne nachvollziehbare Daten­quelle. Vertrauen Sie keinem Tool ohne Quellen­angabe und ohne Stichtag – in alpinen Gemeinden verschieben sich die Boden­preise binnen 18 Monaten teils um mehr als 20 %. Belastbar sind ausschließlich amtliche Quellen (Statistik Austria, Landesgeo­portale, BEV-Kataster).

Bauordnung und Energievorgaben Österreichs auf einen Blick

Einen neutralen Überblick zu Bauen und Wohnen in Österreich bietet das offizielle Amtsportal oesterreich.gv.at. Das Baurecht ist in Österreich – anders als in Deutschland – Ländersache: Jedes der neun Bundesländer verfügt über eine eigene Bauordnung, eigene Mindest­abstände und teils eigene Energie­vorgaben (OIB-Richtlinien Stufe 6, „klimaaktiv“-Standard, Niedrigst­energiehaus). Der OIB-Pfad ist in allen Bundes­ländern verbindlich und schlägt über die Dämm- und Anlagentechnik auch auf den Preis durch. Beim Brand­schutz sind Holz­bauten den Massiv­bauten gleichgestellt – bis zur Gebäude­klasse 5 (Hochhaus) sind reine Holz­konstruktionen zulässig.

Holz­fertighaus in Österreich zum Bestpreis anfragen

Erreichen Sie über ein Formular bis zu fünf österreichische Holz­bau-Spezialisten. Sie erhalten unverbindliche Richt­angebote mit Quadrat­meter­preis, Bauweise und Liefer­zeit – ohne Provisions­bias und ohne Telefon­druck.

Häufige Fragen zu Preisen und Holz­haus­bau in Österreich

Kostet ein Holzhaus in Österreich mehr als ein Massivhaus?

Meist nicht. Holz­tafel- und Holz­rahmen­bau bewegen sich preislich auf Augen­höhe mit Ziegel-Massivbauten. Nur Massiv­holz aus CLT und alpine Premium-Holz­bauten liegen in der Regel 12 – 25 % über einem vergleichbaren Massivhaus.

Wo drückt die Förderung den Preis am deutlichsten?

Vorarlberg, Tirol, Salzburg und die Steier­mark gewähren eigens ausgewiesene Holz­bau-Boni im Rahmen der Wohn­bau­förderung. Niederösterreich und Oberösterreich verbilligen den Holz­bau mittelbar über Energie­effizienz-Punkte.

Errichten deutsche Anbieter auch in Österreich zu ähnlichen Preisen?

Ja. Anbieter wie Schwörer Haus, WeberHaus und Bien-Zenker bedienen auch Österreichs grenznahe Gebiete. Wichtig ist, dass Logistikzuschläge und die österreichischen Bauvorschriften unmissverständlich im Preisangebot stehen, damit sich keine versteckten Kosten einschleichen.

Wo finde ich aktuelle Grundstücks­preise je Gemeinde?

Über die Geo­portale der Bundes­länder (tiris, SAGIS, VoGIS, doris, GIS-Steier­mark) und über den jährlich veröffentlichten Immobilien­preis­spiegel der WKO. Beide Quellen stehen kostenlos zur Verfügung.

Was kostet Ihr Traumhaus tatsächlich?

Fordern Sie kostenlos passende Angebote geprüfter Hersteller an und vergleichen Sie die Quadratmeterpreise für Ihr Bauvorhaben direkt.

Jetzt Hauspreise vergleichen
TÜV Rheinland ZERTIFIZIERT – geprüfte Qualifikation, ID 0000038136

Die persönlichen Qualifikationen unseres Gutachters

Nachgewiesene Fachkompetenz

Fundiertes Fachwissen an Ihrer Seite: die Experten von fertighaus-experte.de

Ihre TÜV-zertifizierten Kenner der Fertighaus-Preise

  • TÜV Rheinland geprüfte Qualifikation
  • Herstellerunabhängige Begleitung
  • Zertifizierter Sachverständiger
Experten kennenlernen